TS HAMBURG

In diesen Tagen spielen sich in einigen Ämtern, in verschiedenen Enthusiastengruppen und vor allem bei den Initiatoren für ein besonderes Projekt Dramen ab, die man von aussen wohl nur bedingt nachempfinden kann.

Es war einmal im Jahr 1968, als im Auftrag der Deutschen Atlantic Linie bei der Howaldtswerke-Deutsche Werft AG die TS HAMBURG vom Stapel lief.

Doch schon im Jahr 1973 geriet die DAL in Insolvenz, die TS HAMBURG stand zum Verkauf und wurde schließlich von der sovjetischen Staatsreederei SOVCOMFLOT über amerikanische Strohmänner erworben.

Als Maxim Gorkiy wurde sie dann ab 1974 ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2008 eingesetzt. Letzter Charterer war Phoenix Reisen in Bonn.

Zum wirtschaftlichen Verhängnis wurde diesem Schiff der Dampfturbinenantrieb, der mit seinem sagenhaften Brennstoffkonsum nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben war/ist.

Aus diesem Grunde wurde dieses Schiff im Jahr 2008 zum Verkauf angeboten - und von einem indischen Verwerter erworben.

Eine in Hamburg gegründete Initiative plant seit langem, eine Verwendung als Hotel- und Kongress-Schiff mit einem dauerhaften Liegeplatz in der Hansestadt konzeptionell einzubringen und bemüht sich dabei um Investoren und Genehmigungen.

Noch bis Anfang 2009 schien dieser Plan allein an den aufzubringenden ca. 4,5 Mio $US zu scheitern, während es verschiedentliche Aussichten auf einen guten Liegeplatz gab.

Doch diese Aussichten schwanden nach und nach, als endlich Investoren gefunden waren. Immer wieder gab es Bedenken von gleichnamigen Trägern, so daß stets aufs Neue irgendeine Hürde im Weg stand.

Krönung war dann das Liegeplatzangebot, was den Investoren die Ausbaggerung und die Bombenräumung an zwei zur Auswahl stehenden Liegeplätzen aufzubürden versuchte.

Dabei war es das Angebot der Investoren, nicht nur Liegeplatzkosten zu tragen, sondern auch die gesamten Versorgungskosten zu übernehmen. Im Zuge dieser Querelen sind die Investoren schließlich aus dem Projekt ausgestiegen. Schade, denn dieser Rückzug geschah auf dem letzten Meter. Denn mitlerweile gibt es ein Liegeplatzangebot in der Hafencity - zwar auch im Großbaustellenbereich, aber immerhin, in der HafenCity! Und dieses Schiff würde ein Magnet sein…

So droht im letzten Moment die Rettung dieses einmaligen Schiffes zugunsten eines Verschrottungsbetriebes in Indien zu scheitern, der in wenigen Tagen die Maxim Gorkiy auf dem Strand von Alang von unterbezahlten und schlecht ausgestatteten Arbeitern zerlegen lassen möchte.

Übrig bleiben würde ein großer schmieriger Ölfleck, der langsam von der Tide in den indischen Ozean gewaschen wird.

Um dieses zu verhindern, verfolgt die Initiative auch weiterhin mit aller Macht das Ziel, die MAXIM GORKIY zu retten, indem das fast unmögliche verfolgt wird, auf dem letzten Drücker einen Investor zu finden, der diesem Projekt aufgeschlossen gegenüber steht.

Das Rennen geht also weiter. Mit beispiellosen Fax- und E-Mail-Aktionen haben sich Freunde der heutigen Maxim Gorkiy bei allen erdenklichen Stellen bemerkbar gemacht und sich für ein Einlenken der Entscheidungsträger ausgesprochen.

Unterschriftenaktionen und Volksbegehren - zahllose Rückmeldungen in Form von Briefen und E-Mail haben gezeigt, wie sehr dieses Schiff die Seelen berührt.

Und mancher Brief geht so ans Herz und ist so rührend verfasst, daß sämtliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieser Aktion sofort verblassen.

Fakt ist:

Die Hamburger Bürger wollen dieses Schiff im Hamburger Hafen sehen. Und eine mächtige Lobby scheint sich bisher dagegen aufgelehnt zu haben.  In ein paar Tagen werden wir wissen, wie dieser Kampf ausgegangen ist. Sogar in diesen Tagen, also direkt nach der Absage unserer ersten Investoren gibt es Kontakte, die sehr vielversprechend sind.

Wir machen also weiter, bis das Schiff auf dem Strand liegt, oder aber bis es in einem Stück die Reede vor Alang wieder verlässt.

In der Chronik rechts stellen wir in halbwegs regelmäßigen Schritten den Weg dar, den wir bisher gegangen sind.

Und was auch immer kommen mag - eines kommt sicher daher -> eine Zusammenfassung, die es insich hat!

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Und hier nun ein paar Aufnahmen der “TS HAMBURG” bzw. “MAXIM GORKIY”, damit wir nicht vergessen, daß Sie ein Kind dieser Stadt ist:

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Unweit des HFB-Geländes in Finkenwerder wurde sie gebaut

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Den Namen HAMBURG trug sie leider nur wenige Jahre

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ABC vor seinem Schornstein

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Tja, und das alles wäre Dein Preis gewesen, Hamburg!

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Und hier ihr letztes Erscheinungsbild, vor dem unsäglichen Ende

EG

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